{weise gesagt} - Was wir über Väter in Kinderbüchern lesen

6/09/2013 04:00:00 nachm.

Mein Papa ist der stärkste auf der Welt...

Zitate aus Kinderbüchern

Nachdem wir die letzten Monate über Mädchen und Mütter in Kinderbüchern nachgelesen haben. Kommen heute die Väter dran. Eigentlich eignet sich der Juni hervorragend für dieses Thema, da ja auch der Vatertag (zumindest in Österreich) auf dem Plan in diesem Monat steht.  

Wusstet Ihr, dass der erste Vatertag in Österreich 1955 gefeiert wurde? Die Idee für einen solchen Tag entstand allerdings früher in den Vereinigten Staaten. 

Zu Muttertag erinnern die Medien gerne daran, wie schwierig es manchmal ist, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Doch die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und dem oft bunten Familienalltag betrifft nicht nur Frauen. Auch manche Väter kämpfen in dieser Hinsicht mit einer belastenden Situation.


Je nach Berufswahl kann es für Männer schwierig sein, sich während der Arbeitswoche regelmäßig um ihre Kinder kümmern. In einigen Fällen steht selbst das gemeinsame Abendessen nicht am Programm. Doch in Kinderbüchern fehlen die Väter nicht. Manchmal sind sie sogar häufiger anzutreffen, als die Mütter. Und wie werden sie beschrieben?

Papa, so wie man ihn aus Kindergeschichten kennt


"'Mein Vater hat mir verboten, meiner Mutter von seiner neuen Angel zu erzählen, weil wir wegen der kein Geld haben, um die Spülmaschine zu reparieren', erklärte Pekka."
(Timo Parvela in Ella und die falschen Pusteln)

 
"Ich strahlte, aber Tante Carmen dämpfte meine Freude, indem sie hinzufügte: 'Es scheint, als hättest du ein besseres Gespür für Zahlen als dein Vater. Dein Vater hat ein unmögliches Verhältnis zu Zahlen und zu Geld. Deshalb hat er es für diese dummen Eisenbahnzüge ausgegeben und sich an den Bettelstab gebracht.'"
(Rosemary Wells in Die rätselhafte Reise des Oscar Ogilvie)

"Die Eltern, die noch in der Küche saßen, hörten Nina singen und wunderten sich ein bisschen.(...) Der Vater schaute auf die Uhr. 'Lass sie, warum soll sie  nicht im Bett vor sich hin singen? Morgen ist ja Sonntag', sagte die Mutter, und der Vater zuckte mit den Achseln."
(Rafik Schami in Das Herz der Puppe)

"Es war langweilig, langweilig, langweilig. Die Sonnenbräune der Lukas_Kinder verschwand schon bald. Mama arbeitete den ganzen Tag an ihrem Computer. Papa trug wieder Krawatten und ging ins Büro. Lavundel vermisste das Schwimmen und die Freiheit."
(Nina Blazon in Der Drache aus dem blauen Ei)

"Papa kam eben schnaufend mit schweren Einkaufstüten ins Haus. Er hatte neue Lichterketten gekauft. Außerdem noch mehr Kerzen und alles für das Festessen am folgenden Tag. 'Ich mache den größten Braten der Welt', rief er und schüttelte sich den Schnee aus dem Haar."
(Nina Blazon in Der Drache aus dem blauen Ei)

"Ninas Vater seufzte behaglich und sagte, er genieße den Sonntag, aber sei auch glücklich, dass er morgen wieder seine schöne Arbeit machen dürfe." 
(Rafik Schami in Das Herz der Puppe)

 "Dad war ziemlich stolz auf sich und diese Idee, aber Mom fand das nicht so witzig. Und deshalb fand Dad es wohl besser, heute Abend etwas Sicherheitsabstand zu Mom zu halten."
(Jeff Kinney in Gregs Tagebuch - Jetzt reicht's!)

 "Bei uns bestimmt der Papa alle wichtigen Dinge, aber die gibt es selten."
 (Ein Kinderzitat in Papa ist kein Vaterunser. Kinder über Väter, Geld und Waschbärbäuche.)

 "'Aufmachen! Aufmachen! Sie leben! Sie leben!' Wie im Traum hob Bärbeißer der Gewaltige den dicht behaarten Kopf und taumelte zur Tür - und dort, auf der Schwelle, stand SEIN SOHN, Hicks. Bärbeißer der Gewaltige, Schrecken der Meere, (...) riss seinen Sohn an sich und drückte ihn gegen die breite, haarige Brust, während die Menge jubelte und nicht mehr damit aufhören wollte."
(Cressida Cowell in Wilde Piraten kennen keine Regeln)

 
"Mein Papa schmiert mir Butterbrot mit ganz dick Honig drauf, und hab ich keinen Hunger mehr, isst  er es selber auf."
(Susanne Lüttje und Eleni Zabini in Der liebste Papa der Welt)

Fazit

Wenn ich die Zitate so überblicke, habe ich den Eindruck, dass es sehr schwer ist, ein bestimmtes Bild der Väter zu zeichnen. Denn so wie viele Mütter scheinen auch die Väter viele Rollen im Alltag zu verkörpern - und dies meistens mit vollem Einsatz und liebevoll männlich eben.


Verwendete Bücher: 


 
Bildquelle: Amazon.de


Wie geht es Euch mit den Textstellen? Findet Ihr manches ungerecht oder einseitig? Und was davon trifft zu?

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