Rezension: Bei schlechten Noten helfen gute Eltern

1/24/2013 03:00:00 nachm.

Ein Buch, das vermittelt, wie man Kinder beim Lernen unterstützen kann

Unterstützung bei Lernen



Über den Autor


Christoph Eichhorn ist Diplompsychologe und Psychotherapeut. Er sammelte viel Erfahrung in der Schul- und Erziehungsberatung, sowie als Trainer mit dem Schwerpunkt Gesundheitspsychologie (Quelle: Klett-Cotta).

 

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Bei schlechten Noten helfen gute Eltern
Wie Sie Ihre Kinder klug fördern und richtig coachen
von Christoph Eichhorn
(Klett-Cotta, 2. Aufl., 2012)






Zum Inhalt des Buches - Eltern, Kinder und Schule als Partner?

 

Erstaunlich stellte ich heute fest, dass ich dieses Buch auf meinen Seiten noch nicht vorgestellt habe. Warum ich so erstaunt war? Weil dieses Buch mich ein Stück weit zum Umdenken bewegt hat.

Vor einigen Monaten ist mir nämlich die erste Ausgabe von "Bei schlechten Noten helfen gute Eltern" in die Hände gekommen. Es war, glaube ich, das erste Buch auf meiner Leseliste, das Kindern so deutlich ein Recht auf selbstbestimmtes Lernen zumutete und gleichzeitig die Bedeutung der Eltern in Hinsicht auf die Motivation der Schüler erkannte.

"Als Eltern haben Sie einen fundamentalen Einfluss auf den Lernerfolg und die Schulleistung Ihres Kindes," schreibt der Autor des Buches gleich zu Anfang.

Man merkt an diesem Buch, dass sich die Bildungswissenschaften von dem Bild eines Kindes, das man "belehren" muss, verabschieden.  Christoph Eichhorn zeigt, wie sich dieser Gedanke auch tatsächlich im Alltag umsetzen läßt. Und ich muss zugeben, es tut richtig gut, meine Notizen nach der langen Zeit wieder durchzugehen und mein Wissen gerade zu einem Zeitpunkt aufzufrischen, als es mit dem schulischen Lernen in unserer Familie nicht so gut klappt.

Nun kann ich also ein Experiment wagen, und mir anschauen, ob das Umsetzen der im Buch ausführlich erklärten Ratschläge immer und in jedem Fall so gut klappt.


Aufbau des Buches


Folgende Kapitel behandeln das Thema Umgang mit dem Lernen, den Hausaufgaben und den Noten ausführlich:

  • Warum lernen und Hausaufgaben machen, wenn die Schule Schwachsinn ist?
  • Kein Schüler schreibt absichtlich schlechte Noten
  • Ihre Erwartungen
  • Schüler im Stress
  • Motivationsstrategien
  • Ihr Weg zum Lern-Coach
  • Lernen und Hausaufgaben
  • Das Lernbündnis Elternhaus - SchuleWas die Wissenschaft verrät


Man merkt, dass im Buch die wesentlichen Punkte angesprochen werden. Während es im ersten Kapitel um die Wertschätzung der schulischen Inhalten gegenüber geht sowie um die positive Bindung an die Schule, so wird im zweiten Kapitel das Verständnis für die lernenenden Kinder vermittelt.


"Das Wichtigste bei schlechten Noten ist Verständnis," meint Christoph Eichhorn und stellt den Eltern ein 3-Phasen-Gespräch vor. Eine Anleitung, mit  deren Hilfe man schwierige Gespräche rund um schlechte Schulergebnisse dennoch konstruktiv führen kann.


Im dritten Kapitel geht es dann um die Erwartungen, denn überhöhte oder gänzlich unterschiedliche Anforderungen an das Kind führen nicht selten zu einem Konflikt. In weiteren Kapiteln werden dem Leser nicht nur Möglichkeiten vorgestellt, wie man in kritischen Situationen etwas gelassener reagieren kann, sonder vor allem Fragen gestellt, die zum Nachdenken anregen.


Ein Elternteil kann ein guter Lern-Coach sein. Das ist die Basisaussage, auf der dieses Buch baut. Und "ein guter Coach kennt sich selbst", deshalb kommt man kaum beim Lesen der Zeilen daran vorbei, sich über eigene Einstellungen zum Lernen bewusst zu werden.




Mein Lieblingszitat aus dem Buch: 


"Fördern Sie die Problemlösekompetenz Ihres Kindes, statt dass Sie seine Probleme lösen."
(Christoph Eichhorn, 2011, S. 44)

Fazit:

Ich empfehle Ihnen dieses Buch sehr gerne.  Für Eltern ist es, meiner Meinung nach, wichtig, zu wissen, dass und wie sie ihre Kinder unterstützen können. Dieses Buch ist nicht nur bei schlechten Noten empfehlenswert, sondern auch dann, wenn das Kind in der Schule erfolgreich ist, schadet es nicht, sich mit Schlagwörtern wie Selbstbestimmung und Selbstverantwortung zu beschäftigen.


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