Tüfteln, grübeln, erfinden

11/13/2012 11:39:00 nachm.


Aufgabe Nr. 15 - Der kreative August - Alte Sachen in Einzelteile zerlegen


"Erfinder sind die wahren Wohltäter der Menschheit und verdienen größere Ehre als die, welche beweinenswerte Schlachten lieferten und große Länder eroberten"
Karl Julius Weber


Blogparade - Aufgabe 15


Die fünfzehnte Aufgabe lautet: Zerlege etwas Altes und unbrauchbares und gestalte daraus etwas Schönes


Die heutige Aufgabe kostet mich ein wenig Überwindung. Sie fordert mich richtig heraus. Das merke ich vor allem daran, wie erfinderisch ich im Hinblick auf meine Ausreden werde. Die Palette ist breit. Sie reicht von "Bei uns zu Hauses gibt es nichts Altes, was man zerlegen könnte" bis "Mir wird ja gar nichts einfallen, was man daraus machen könnte."

Aber darum geht es ja in dieser 21wöchigen Challenge. Man lernt sich selber besser kennen - dazu gehören eben auch die Verhaltensweisen, zu denen wir neigen, wenn wir etwas nicht machen wollen, oder wenn wir befürchten, eine unzureichende Leistung zu erbringen. 

Das gute daran ist - neben dem Punkt, dass man seine Kreativität fordert - dass man mit der Zeit lernt, diese innere Stimme, die nach Ausreden sucht, zu überwinden. Egal wie kritisch sie ist, irgendwann beachtet man sie einfach nicht mehr und macht sein Ding.



Zur Durchführung:


Sucht bei Euch zu Hause etwas, das nicht mehr funktioniert, alt ist und wirklich unbrauchbar. Und dann zerlegt das und benutzt die Einzelteile. Wie? Das liegt an Euch. In der Aufgabenstellung ist die Rede von etwas "Schönem" - Schönem, nicht von Praktischem, nicht von Sinnvollem und auch nicht von Funktionierendem. Gestaltet etwas Schönes!

Diese Aufgabe kann unter Umständen für Kinder sehr interessant sein. Hier ist allerdings neben Begleitung auch etwas Aufklärung und Vorsicht nötig. Ihr solltet nicht zulassen, dass Kinder in alten Batterien herumstechen oder Sparlampen kaputt schlagen. Eure Kleinen sollten auch verstehen, dass man mit Euch Dinge genauer unter die Lupe nehmen darf, dass es allerdings ziemlich daneben gehen kann, wenn man es bei angeschalteten Elektrogeräten versucht.



Die Idee, die dahinter steht: 


In der heutigen Aufgabe geht es darum, die Dinge aus der Nähe kennenzulernen. Zu merken, dass sie von irgendwem erfunden und zusammengebaut wurden. Es ist wichtig für Kinder zu verstehen, dass auch wir selbst fähig sind, etwas selber zu tun. Ja tatsächlich - wir können funktionierende Lösungen für unsere alltäglichen Probleme schaffen.




Meine Erfahrungen: 


Während ich diesen Beitrag schreibe, liegt mein altes Objektiv neben mir am Tisch. Es ist mir während unseres Ausflugs nach München auf den Boden gefallen. Ich versuche es schon seit Wochen wieder zusammen zu schrauben, doch es gelingt mir nicht.

Ich merke nun, welche Ehrfurcht ich vor technischen Dingen habe. Sie zu zerlegen? Oh Gott, nein! Auf keinen Fall. Na ja  - aber nun kann eigentlich nicht mehr viel passieren. Also zerlege ich das Objektiv in Einzelteile. Es hat mich immer schon interessiert, wie es eigentlich aufgebaut ist, wie es funktioniert, wie die Linsen innen aussehen...


Eine Sache zu zerlegen bedeutet oft auch, sie zu zerstören. Merkt Ihr auch diesen Widerstand bei Euch? Oder habt Ihr andere Gefühle bei dieser Aufgabe? 


Für mich ist es ein wenig Mut und Respektlosigkeit, die ich aufbringen muss, um mein Objektiv untersuchen zu können. Diese zwei Aspekte hängen vielfach mit Kreativität zusammen. Und da habe ich noch nicht einmal angefangen, über etwas Neues und Schönes nachzudenken. So weit bin ich noch nicht... 




Der kreative August
Die Blogparade auf "erziehung-kreativ"


Wollt Ihr mitmachen und vielleicht sogar bei der Blogparade "Der kreative August" teilnehmen? Dann erfüllt mindestens eine der vorgestellten Aufgaben. Bis zum 31.12.2012 habt Ihr dafür Zeit. Alles weitere über die Teilnahme erfährt Ihr >>>hier: Teilnahmebedingungen<<<










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2 Kommentare

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