Wie viel Internet verträgt ein Kind?

6 nützliche Regeln für Kinder im Internet


Ich frage mich im Alltag häufig, wie lange ich mein Kind beim Computer lassen kann, oder ab welchem Alter es eigentlich gerechtfertigt ist, Kinder in das Internet einzuführen. 

Ist der Kontakt mit Internet in der Kindheit wirklich der Einstieg in die Internetabhängigkeit? Ist Internet nur eine Droge, vor der ich meine Kinder durch totale Einschränkung der modernen Medien in unserem Familienalltag beschützen kann?

Viele Eltern begegnen den Themen Internet, soziale Netzwerke, Medienkonsum bei Kindern eher mit großer Skepsis, wenn nicht sogar panischer Angst. Zwar nicht ganz ohne Grund – die Internetabhängigkeit betrifft tatsächlich vor allem junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren – dennoch frage ich mich, ob die Unsicherheiten, mit denen wir Eltern zu kämpfen haben, wirklich so neu sind und nur im Zusammenhang mit Internet bestehen.  

In der Tat gibt es auch in der Welt außerhalb des Internets die Gefahr, dass unsere Kinder mit Inhalten oder mit Verhalten konfrontiert werden, die sie noch nicht verstehen und mit denen sie alleine auch noch nicht zurecht kommen. Auch offline, kann man falsche Bekanntschaften schließen und zu viel von sich preisgeben. Und ebenso kann das Selbstwert darunter leiden, dass man von einer Gruppe Gleichaltrigen nicht so akzeptiert wird, wie man wirklich ist. Mobbing ist nicht nur in der Cyberwelt ein Thema. 

Kinder im Internet - Chance oder Gefahr

Die Einhaltung folgender Regeln sollten Eltern in Bezug auf den Umgang mit Medien verlangen

Hilfreiche Regeln im Internet - für Eltern

  1. Niemals persönliche Daten und Informationen über sich, über die Familie, über Gewohnheiten oder Ferienreisen weitergegeben
  2. Profile sollten immer so eingestellt werden können, dass sie nicht öffentlich einsehbar sind
  3. Ein Treffen mit einem Internetfreund nur vereinbaren, wenn man von Eltern begleitet wird
  4. Neue Seiten oder Spiele zunächst nur im Beisein eines Erwachsenen testen – Sie als Erwachsener sollten dann einen besonderen Blick darauf haben, ob das an Kinder gerichtete Angebot in Wirklichkeit tatsächlich kostenlos oder mit Kosten verbunden ist.
  5. Eltern sollten mit den Kindern möglichst klare Zeiten für die Nutzung des Internets vereinbaren.
  6. Kinder darauf aufmerksam machen, dass es im Internet eine „Netikette“ gibt – genauso wie im wirklichen Leben ist nicht alles erlaubt.

FAZIT:
Die Welt des Internets ist am Anfang für Kinder vielleicht zu groß, zu grenzenlos – und gleichzeitig so verführerisch. Da es wir Eltern sind, die Verantwortung nicht nur für das Handeln der Kinder tragen, sonder auch für ihre Sicherheit sorgen müssen, sind wir besonders in dem frühen Schulalter herausgefordert. Es erscheint mir wichtig, klare Regeln mit Kindern zu vereinbaren. Doch mehr als Regeln und Verbote dürfte es sinnvoll sein, den kritischen Umgang mit Informationen und Inhalten aller Art zu fördern. 

Die Frage nach der Häufigkeit und der Dauer der Internetverwendung kann wahrscheinlich nicht pauschal beantwortet werden. Es kommt nicht nur auf das Alter des Kindes an, sondern – wie ich meine – auch auf seine Persönlichkeit. Manche Kinder nutzen Medien zwar häufig, dennoch pflegen sie auch einen regen sozialen Offline-Kontakt. Vorsichtiger sollte man in dann sein, wenn Kinder, die im normalen Leben soziale Kontakte eher meiden, viel Zeit alleine verbringen und sich dann vorwiegend nur mit Medien beschäftigen.

Weiterführende Informationen zum Thema "Kinder, Eltern und das Internet" finden Sie hier: 

Suchmaschinen für Kinder

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

So, und jetzt bist DU an der Reihe. Hier ist der richtige Platz für Fragen, die beim Lesen aufkommen, für Rückmeldungen und Gedanken - einfach für DEINE Worte. Ich freue mich auf Dein Kommentar! Dita

 

Ein paar Worte

Dieser Blog ist voller Anleitungen und Rezepte, die man gemeinsam mit seinen Kindern umsetzen kann. Möge Euch einiges davon inspirieren und dazu anregen, spannende und gleichsam befreiende Zeit voller Kreativität mit euren Kindern zu verbringen.

Aktuell